SharePoint Configuration Best Practices – SQL Alias

SharePoint Adventskalender – 13. Türchen

Performance Tuning – Performance Monitoring – Best-Practices für SP-SQL-Konfigurationen – BLOB Management – Backup & Recovery

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Einen fröhlichen 3. Advent wünsche ich! Die tief technischen Tipps für eine optimierte SharePoint Performance haben wir nun hinter uns gebracht. Heute und in den nächsten Tagen widmen wir uns ein paar Best Practices in Hinblick auf die Konfiguration von SharePoint und SQL.

Beginnen wir mit einem einfachen Tipp – der SQL Alias. Wie wir wissen, gehört SharePoint und SQL einfach zusammen. Daher muss SharePoint immer wissen, wo sich seine Datenbanken befinden. Diese Referenz wird bei einer benamten Instanz mit „Servername\Instanzname“ angegeben. In einem SQL Cluster referenzieren wir natürlich den virtuellen Hauptknoten der verschiedenen SQL Nodes und den „Windows Listener“ bei einer SQL Always-On-Availability-Group.

Der Vorteil eines Alias ist die Möglichkeit, dass ich das Backend ändern kann, ohne große Konfigurationen am Frontend vornehmen zu müssen. Ist besipielsweise der SQL zu langsam geworden und soll auf einen neuen Server und/oder auf eine neue Instanz, dann muss ich nicht für jede Inhaltsdatenbank und jeden Service in SharePoint die neue Referenz setzen. Stattdessen passe ich nur einmalig den Alias an. Auch eine Änderung des Ports kann so ganz einfach erledigt werden.

Bitte achten Sie auch darauf, sollten Sie noch Systeme im 32bit-Modus haben, dass Sie den Alias sowohl für diese, also auch für die 64bit-Systeme setzen. Das Windows Tool „cliconfg.exe“ setzt für Sie den Alias. Dieses Tool finden Sie hier:

32bit-Mode:
C:\Windows\System32\cliconfg.exe
64bit-Mode:

C:\Windows\SysWOW64\cliconfg.exe

Ob die Einstellungen korrekt am System “angekommen” sind, können Sie in der Registry in folgenden Pfaden überprüfen:

32bit-Mode:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\MSSQLServer\Client\ConnectTo
64bit-Mode:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Microsoft\MSSQLServer\Client\ConnectTo

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie diese Einstellungen ebenso auf dem SQL machen, um sich auch von dort lokal mit einem Alias im SQL Management Studio mit der jeweilige Instanz verbinden zu können – dies können Sie auch direkt im SQL Configuration Manager erledigen.

Zusammengefasst ist so ein Alias also ein extrem nützliches Werkzeug, um mögliche spätere Server-, Instanz- oder Portänderungen ohne viel Konfigurationsaufwand am zugehörigen SharePoint erledigen zu können.

Viel Spaß beim „SharePointen“!

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